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    27.08.2008, , 0 Comments
    Zeit, wieder mal ein Restaurant mit einem Bericht bei Amazee zu würdigen!
    Diesmal die Palme von Beirut im Kreis 3, dem schönen Wiedikon.
    Leider regnet es in Strömen an diesem Augusttag, deshalb können wir nicht im wirklich schmucken Vorgarten an der ruhigen Quartierstrasse sitzen. Schweizersich pünktlich um sieben setzen wir uns ins noch leere Lokal und knabbern von den schon bereitgestellten Karottenstäbchen. Die Bedienung kommt sogleich, riecht etwas streng nach der vorher gerauchten ZIgi ist aber ansonsten ausgesprochen ferundlich und hilfsbereit.
    Wir entscheiden uns für ein wenig libanesischen Weisswein zum Start (ok) und wählen ein Menu extra für zwei Personen, das sind acht Schälchen mit Mezzas und eine Hauptspeise zum teilen (kostet 105.-).
    Die Mezzas, es sind vier kalte und vier warme Plättchen, kommen rasch und bereiten Freude. Mit dem dazu gereichten Fladenbrot sind sie ein wahrer Genuss und machen so satt, dass eine Hauptspeise – findet jedenfalls die Begleiterin – nicht mehr nötig wäre. Ich freue mich jedenfalls dennoch auf's Lammfilet an Tomatensauce mir Bratkartoffeln. Und es ist lecker, das Lamm, und verdammt scharf. Auch die Kartoffeln üppig gewürzt und schön knusprig gebraten. Dazu trinken wir einen halben Liter sardischen Cannonau, den's für circa 7 Franken den dl gibt (auch ok).
    Alles in allem sehr zu empfehlen, wobei ich mich im Zweifelsfalle eher für die Mezzas als für eine richtige Hauptspeise entscheiden würde. Es sind klar die kleinen Häppchen, wo diese Restaurants punkten (So etwa auch der Tearoom Blunt: Dort war ich mal richtiggehend enttäuscht von einem trockenen Irgendwas-Spiesschen, während die Mezze auch dort ausgezeichnet sind...)

    http://www.palmedebeirut.ch

    ------
    Skala: 1=worst, 6=best
    1) Essen=4,5
    2) Getränke=3,5
    3) Bedienung=5
    4) Ambiente=5
    5) Preis=4
    6) Transparenz=Notwendiges angegeben, zB dass das Huhn Antibiotika enthält, das Lamm aus Neuseeland hergeflogen kam etc.


    Für alle, die nicht so recht wissen, ob ihnen ein Abend auf einer griechischen Insel oder in der eigenen Stube lieber ist, bietet sich nun ein kleiner aber feiner Mittelweg: Die Tavernaki Kalymnos. Ein griechisches Restaurant an der Motorenstr. 25. Insgesamt 20 Gäste finden Platz im Zimmerchen. Von der Grössenordnung her ist das Lokal also knapp grösser als eine Strassenbude. Dieser Umstand, plus die charmante Bedienung, plus das Dekor - das von Haifischgebiss bis zur griechischen Ikone reicht - bildet einen netten Rahmen ums sich weitab der Motorenstrasse zu wähnen. Die Karte ist reduziert, das Essen echt griechisch, solid und gut!

    für mehr infos
    http://www.zueritipp.ch/dyn/gastro/?lid=9664





    Schlaraffenland.jpg



    Eigentlich in Zürich und doch im Bergdorf: diese Kombination verkörpert kein anderes Lokal so entspannt wie der Gertrudhof an der Gertrudstrasse 26.
    Die Zutaten des Lokals sind: eingefleischte Stammgäste, Strickjackengilets, Kuhglocken, Untersätze mit dem Pistenplan der Lenzerheide, Seidenblusen mit Leopardenmuster, solides Meche und eine gute Portion Jasskarten, Wandtafeln mit wegweisenden Sprüchen ("der eine hat ein trautes Heim, der andere traut sich kaum mehr heim"), feinste Harlekin Porzellan Masken und was sonst zum schweizerischen Kleidungs- und Inneneinrichtungsstandard gehört.
    Der Standard hört beim Trudihof dort auf, wo die Speiskarte anfängt; wer sich eher einem vegetarischen oder "artgerechten" Leben verpflichtet hat, sollte sie schon gar nicht aufschlagen, denn der Trudihof öffnet in Sachen Fleisch die vierte Dimension: als *kleines* Gericht (CHF 14.50) wird Schinken oder Speck mit 3 Spiegeleiern angeboten! Den Abschluss findet das Angebot erst beim Crazy Giga Cordon Bleu (750gr Schweinsnierstück + Füllung nach Wunsch; alles zusammen ca 1700 gr, je nach Füllung CHF 88 bis CHF 94).

    Zusammenfassend: der Trudihof schmeckt nicht nur, sondern ist wohl eines der freundlichsten und ehrlichsten Lokale in ZH und gehört zur Grundausbildung auf dem Weg zum Zürcher Gastrokritiker und Grossfleischesser.




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Essen in Zürich

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